Die Somme-Bucht

Wissen Sie, was die Halong-Bucht in Vietnam, die San-Francisco-Bucht in Kalifornien und die Somme-Bucht in der Picardie gemeinsam haben? Antwort: Alle drei gehören zum auserwählten Club der schönsten Buchten der Welt!
Sie brauchen also keinesfalls eine Weltreise zu unternehmen, um auf Ihre Kosten zu kommen. Abwechslung finden Sie nicht weit entfernt vom Campingplatz Le Walric in der Picardie, zwischen der "Pointe du Hourdel" im Süden und der Spitze von Saint-Quentin-en-Tourmont im Norden.

Entdecken Sie die Somme-Bucht an Land, auf dem Meer oder in der Luft!

Wenn Sie sich fragen, wie man die Somme-Bucht am besten besichtigt, denken Sie daran, dass Sie nur die Qual der Wahl haben! Die Somme-Bucht kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken, zu Pferd oder in einer Kutsche, während einer Mini-Kreuzfahrt auf dem Meer von Saint-Valéry-sur-Somme aus oder einer außergewöhnlichen Reise an Bord eines historischen Zugs aus der Belle Époque und sogar aus der Luft in einem Ultraleichtflugzeug oder Heißluftballon. Egal für welche Art Sie sich entscheiden – Sie werden niemals enttäuscht sein!

Ein besonderer Ort, den Besucher wie auch regelmäßige Gäste bewundern

Im 11. Jahrhundert brach Wilhelm der Eroberer von der Somme-Bucht aus, genauer von Saint-Valéry-sur-Somme aus auf, um England zu erobern. Acht Jahrhunderte später verweilten zahlreiche impressionistische Maler, wie Boudin, Degas oder Braquaval, und große Schriftsteller wie Jules Vernes, Victor Hugo oder auch Colette im Innersten der Bucht, um dort kreative Inspiration zu suchen. Verzaubert von den von einer Stunde auf die andere wechselnden Lichtspielen, dem fantastischen Himmel und den abwechslungsreichen Landschaften der Somme-Bucht, hat jeder einzelne von ihnen dazu beigetragen, diesen außergewöhnlichen, zugleich faszinierenden und unwirklichen Ort bekannt zu machen, in dem sich Mensch und Natur mit dem äußersten Respekt begegnen. Heute zieht die Somme-Bucht, die 2011 mit dem Gütesiegel "Grand Site de France" (Bedeutende Sehenswürdigkeit Frankreichs) ausgezeichnet wurde, jährlich ungefähr eine Million Besucher aus der ganzen Welt an, die kommen, um außergewöhnliche Naturschutzgebiete zwischen der Authie-Bucht im Norden und den Felsen von Ault im Süden zu bewundern.

Das Paradies der Vögel und Ornithologen!

Die Somme-Bucht ist als ornithologischer Hotspot in Europa anerkannt. Die große Vielfalt der Naturräume der Somme-Bucht ermöglicht Tausenden Stand- und Zugvögeln, hier ideale Lebensbedingungen zu finden. Die Camper können Enten, Gänse und Störche, Schnatterenten, Teichhühner, Blässhühner, Taucher, Tölpel, Silber-, Fischreiher, Austernfischer, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Schnepfen, Löffelreiher, Kraniche und Eisvögel beobachten, aber auch einige seltene Weißstorchenpaare! Trotz ihrer Länge ist diese Liste weit davon entfernt, vollständig zu sein, denn man sagt, dass die Somme-Bucht von mehr als Zweidrittel der Vögel Europas besucht wird!

Außergewöhnliche Begegnung mit den Seehunden der Somme-Bucht

Die Somme-Bucht ist dafür berühmt, der Lebensraum der größten Seehundkolonie in Frankreich zu sein. Man sieht hier auch Kegelrobben, die an ihrer spitz zulaufenden, „kegelförmigen“ Schnauze zu erkennen sind. Auch wenn es schwierig bzw. unmöglich ist, sie zu streicheln, denken Sie bitte daran, dass nicht empfohlen wird, ihnen allzu nahe zu kommen. Die Seehunde durch das Fernglas zu beobachten, ist schon an sich ein unvergessliches Erlebnis!
Wenn Sie einem Seehund begegnen, dem es nicht gut zu gehen scheint, versuchen Sie auf keinen Fall, ihn zu berühren, da ihn dies noch mehr aufregen oder sogar verletzten könnte! Notfälle können dem Verein "Association Picardie Nature" oder dem Verband "Baie de Somme-Grand Littoral Picard" gemeldet werden, denn sie sind die einzigen, die berechtigt sind, sich um die Tiere zu kümmern. Seehunde können trotz ihres sympathischen Aussehens aggressiv reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Es besteht die Gefahr, schwer gebissen zu werden. Denken Sie bitte daran, dass Seehunde wilde, geschützte Tiere sind und es sich empfiehlt, ihre Ruhe zu respektieren, auch wenn man, wenn sie in andere Regionen ziehen, nur zuschauen kann!